Schweiz & Österreich

Geld verdienen in der Schweiz: seriöse Wege im Überblick

Geld verdienen in der Schweiz: Apps, Umfragen und Verkaufen mit Auszahlung in Franken oder Euro. Und was bei deinem Nebenverdienst für Steuer und AHV gilt.

3D-Illustration eines Smartphones mit Schweizer Flagge, Bergen, Münzen mit Schweizerkreuz, einer Einkaufstasche und einem Bankgebäude

Du möchtest in der Schweiz etwas dazuverdienen, mit dem Handy, mit Umfragen oder mit dem Verkauf alter Sachen? Geld verdienen in der Schweiz ist auf vielen Wegen möglich. Die Beträge sind aber meist klein, und wie das Geld bei dir ankommt, unterscheidet sich stark.

In diesem Artikel vergleichen wir Wege, die in der Schweiz funktionieren. Zu jedem erfährst du, in welcher Währung und wohin du ausgezahlt wirst. Danach erklären wir, was für deinen Nebenverdienst bei Steuer und AHV gilt und was in Liechtenstein anders ist.

Einer dieser Wege ist Money SMS, unsere eigene App. Wir beschreiben sie genauso ehrlich wie die anderen.

Kurz gesagt
  • Geld verdienen in der Schweiz klappt mit Apps, Umfragen, Cashback, dem Verkauf gebrauchter Sachen und klassischen Nebenjobs.
  • Ohne besondere Fähigkeiten sind ein paar Franken bis einige Dutzend Franken im Monat realistisch.
  • Ausländische Apps zahlen oft in Euro auf PayPal aus. Schweizer Plattformen zahlen meist in Franken auf dein Bankkonto. Keine App in diesem Artikel zahlt auf TWINT aus.
  • Dein Nebenverdienst ist ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Steuerfrei ist nur der Verkauf deiner eigenen gebrauchten Sachen.
  • Für die AHV gilt eine Grenze von 2500 Franken im Jahr. Sie befreit dich aber nicht von der Steuer.

Geld verdienen in der Schweiz: Was hier anders ist

In der Schweiz entscheiden drei Punkte darüber, wie viel von deinem Verdienst am Ende auf deinem Konto ankommt. Es geht um die Währung, um die Kosten für den Umtausch und um die Frage, welche Rolle TWINT spielt.

Franken oder Euro. Viele Apps kommen aus dem Ausland und zahlen in Euro oder US-Dollar aus, meist auf PayPal. Schweizer Plattformen wie Ricardo oder Rabattcorner zahlen dagegen in Franken, oft direkt auf dein Bankkonto.

Der Umtausch kostet etwas. Auf einem Schweizer PayPal-Konto kannst du Euro als eigenes Guthaben behalten. Rechnest du es in Franken um, verlangt PayPal laut seiner Gebührenseite 3 % über dem Basiswechselkurs. Die Überweisung auf ein Schweizer Bankkonto ist kostenlos, wenn dabei nichts umgerechnet wird.

TWINT hilft vor allem beim Verkaufen. TWINT nutzt du in der Schweiz fast überall, aber keine der Apps in diesem Artikel zahlt darauf aus, auch Money SMS nicht. Nützlich ist TWINT deshalb vor allem beim privaten Verkauf, wenn du dich mit dem Käufer darauf einigst.

Neben der Währung zählt auch, wo du wohnst. Prüfe deshalb bei jedem Anbieter, ob er Wohnsitz in der Schweiz oder in Liechtenstein akzeptiert. Wohnst du in Österreich, findest du die passenden Wege in unserem Artikel zu Österreich.

Geld online verdienen in der Schweiz: Apps und Cashback

Am wenigsten Aufwand hast du mit einer App, die im Hintergrund läuft, und mit Cashback bei Einkäufen, die du sowieso machst. Beides bringt kleine Beträge, kostet dich aber kaum Zeit.

1. Money SMS (unsere App): verdienen im Hintergrund

Money SMS empfängt auf deinem Android-Handy im Hintergrund Test-SMS, mit denen Firmen prüfen, ob ihre Nachrichten ankommen. Deine privaten SMS verlassen das Handy nicht.

Pro Test-SMS bekommst du 0,01 bis 0,03 €. Ab 2 € wird in Euro auf PayPal, in Bitcoin oder Litecoin ausgezahlt, innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Die Sätze und Auszahlungswege gelten auch in Liechtenstein.

Hinter Money SMS steht die TelQ Telecom GmbH aus Hamburg. Das Unternehmen hält sich an die DSGVO.

Du installierst die App als APK-Datei, dabei kann eine Warnung erscheinen. Play Protect bleibt an, und die Warnung bietet einen Weg zum Fortfahren (Security Center).

  • Gut: verdient ohne Zeitaufwand, Auszahlung schon ab 2 €
  • Haken: nur für Android, meist nur ein paar Euro im Monat, Auszahlung in Euro, kein TWINT und keine Banküberweisung

Nebenbei Geld verdienen in der Schweiz

Money SMS läuft im Hintergrund und zahlt ab 2 € auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin aus.

App holen

2. Rabattcorner: Cashback in Franken

Rabattcorner ist ein Cashback-Portal der Rabattcorner AG aus Zürich. Kaufst du über das Portal in einem Partner-Shop ein, bekommst du einen Teil des Betrags zurück. Ehrlich gesagt ist das eher Sparen als Verdienen, denn Geld gibt es nur für Einkäufe.

Anders als Money SMS zahlt Rabattcorner in Franken aus, ab 20 Franken auf ein Schweizer Bankkonto oder auf PayPal. Laut den AGB geht PayPal nur bis 200 Franken pro Auszahlung, und auf ausländische Bankkonten zahlt Rabattcorner nicht aus.

Geduld brauchst du vor allem am Anfang. Bis der Shop dein Cashback bestätigt, können bis zu 90 Tage vergehen. Danach kommt das Geld laut Rabattcorner in 1 bis 2 Werktagen.

  • Gut: Auszahlung in Franken, kein Zusatzaufwand
  • Haken: lange Wartezeit bis zur Bestätigung, lohnt sich nur bei Online-Einkäufen

Mit Umfragen Geld verdienen in der Schweiz

Bezahlte Umfragen gibt es auch in der Schweiz. Anders als Cashback kosten sie dich etwas Zeit, und pro Online-Umfrage bekommst du meist nur ein paar Rappen bis wenige Franken. Bis zur ersten Auszahlung vergehen deshalb oft Wochen.

Wie Umfrage-Apps und andere Geld-Apps funktionieren, erklären wir ausführlich in unserem Überblick, wie du mit Apps Geld verdienst.

3. Talk Online Panel: Umfragen mit Auszahlung in Franken

Talk Online Panel ist ein Umfrage-Panel der Talk Online Panel GmbH aus Wien mit einer eigenen Seite für die Schweiz. Für jede Umfrage sammelst du Punkte. 1700 Punkte tauschst du gegen 15 Franken, 3200 Punkte gegen 30 Franken.

Das Geld überweist das Panel nur auf ein Schweizer Bankkonto, PayPal gibt es nicht. Laut seiner Prämienseite dauert das meist etwa 30 Tage.

Im Schweizer App Store hat die App 4,6 Sterne aus 207 Bewertungen.

  • Gut: Auszahlung in Franken, niedrige Schwelle von 15 Franken
  • Haken: kein PayPal, rund ein Monat Wartezeit

4. TestingTime: bezahlte Nutzertests

Mehr pro Teilnahme bringen meist Nutzertests. TestingTime aus Zürich vermittelt Studien, in denen du Websites, Apps oder Produkte testest. Am meisten bringen dabei Tests vor Ort, am wenigsten Online-Umfragen.

Wie bei Umfragen wird aber ausgewählt. Eine Einladung bekommst du nur, wenn dein Profil zur Studie passt, und feste Beträge nennt TestingTime nicht.

Laut den Nutzungsbedingungen zahlt TestingTime dein Guthaben innerhalb von 10 Werktagen auf dein Konto aus. Die Mindestsumme siehst du in deinem Konto. Vor der Auszahlung kann TestingTime deine Identität prüfen.

  • Gut: pro Studie meist mehr als bei normalen Umfragen
  • Haken: unregelmässige Einladungen, keine festen Beträge

Auch Mingle der Firma Bilendi zahlt in der Schweiz 15 oder 20 Franken aus, per Überweisung oder als Gutschein.

AmPuls aus Kriens fehlt dagegen in unserer Liste. Dort spielt man mit Umfragepunkten an einem Spielautomaten um Bonuspunkte, und Wege mit Glücksspiel nehmen wir nicht auf.

Sachen verkaufen auf Ricardo, tutti und anibis

Mit dem Verkauf von Dingen, die du nicht mehr brauchst, kommst du oft schneller zu Geld als mit jeder App. Die drei bekanntesten Plattformen gehören zur Swiss Marketplace Group. Sie unterscheiden sich aber darin, wie das Geld zu dir kommt.

5. Ricardo: verkaufen mit Käuferschutz

Bei Ricardo zahlt der Käufer meist über den Käuferschutz+. Ricardo hält das Geld zurück, bis der Käufer die Ware bestätigt, und überweist es dann auf dein Bankkonto. Laut einem Bericht von SRF dauert das im Schnitt 7 bis 10 Tage ab dem Kauf.

Damit die Überweisung klappt, müssen Name und Adresse auf deinem Bankkonto zu deinem Ricardo-Konto passen. Bei Google Play hat die Ricardo-App rund 3,8 Sterne aus etwa 33'000 Bewertungen.

  • Gut: das Geld läuft sicher über die Plattform
  • Haken: Wartezeit bis zur Auszahlung, je nach Verkauf fallen Gebühren an

6. tutti.ch und anibis.ch: gratis inserieren

Auf tutti.ch und anibis.ch kannst du bis zu 50 Inserate gleichzeitig gratis schalten, nur für Fahrzeuge, Tiere, Dienstleistungen und Jobs gelten eigene Grenzen. Im Schweizer App Store hat die tutti-App 4,6 Sterne aus rund 39'000 Bewertungen.

Anders als bei Ricardo läuft das Geld hier nicht über die Plattform. Die Zahlung regelst du direkt mit dem Käufer, zum Beispiel bar bei der Abholung oder per TWINT. Gib deine Ware deshalb erst ab, wenn du das Geld hast.

  • Gut: gratis inserieren, Geld bei Abholung oft sofort
  • Haken: du organisierst alles selbst, Betrugsversuche mit gefälschten Zahlungsseiten

Nebenjobs und eigene Fähigkeiten

Wenn du mehr als ein paar Franken suchst, führt der Weg meist über Arbeit für andere, also einen Nebenjob oder einen Side Hustle mit deinen Fähigkeiten. Das bringt mehr pro Stunde als Apps oder Umfragen, kostet aber feste Zeit.

7. Nebenerwerb in der Schweiz vor Ort

Babysitting, Nachhilfe, Putzen, Gartenarbeit, Umzugshilfe oder Lieferdienste bringen pro Stunde meist mehr als jede App. Solche Jobs findest du auf Jobportalen, auf Vermittlungsplattformen für Reinigung oder Kinderbetreuung und am Anschlagbrett im Quartier.

Hast du schon eine feste Stelle, ist ein Nebenjob laut SECO erlaubt, solange du deine Treuepflicht gegenüber dem Hauptarbeitgeber nicht verletzt. Du darfst ihn also nicht konkurrenzieren, und dein Hauptjob darf nicht leiden.

Wie du beides vereinbarst, liest du in unserem Artikel zum nebenbei Geld verdienen.

  • Gut: mehr pro Stunde als mit Apps
  • Haken: feste Einsatzzeiten, im Privathaushalt fallen immer AHV-Beiträge an

8. Mit deinen Fähigkeiten online verdienen

Wenn du gut schreibst, übersetzt, gestaltest oder programmierst, kannst du Aufträge über Freelancer-Plattformen wie Fiverr oder Upwork annehmen. Auch Nachhilfe geht per Video. Das ist der Weg mit dem grössten Verdienst.

Er kostet aber auch am meisten Zeit, weil du selbst Kunden finden und Aufträge erledigen musst. Dein Einkommen versteuerst du ausserdem als selbstständiges Erwerbseinkommen. Wie aus einem kleinen Zuverdienst mit der Zeit mehr werden kann, zeigt unser Artikel zum Geldverdienen ohne Startkapital.

  • Gut: der höchste Verdienst ist möglich
  • Haken: viel Zeit, eigene Buchhaltung, kein schneller Start

Alle Wege im Vergleich

Die Tabelle zeigt, wohin und ab welchem Betrag dich jeder Weg bezahlt und wie viel Aufwand er macht.

WegAuszahlungAbAufwand
Money SMSPayPal, Bitcoin, Litecoin (EUR)2 €keiner
RabattcornerBank (CH) oder PayPal20 Fr.beim Einkaufen
Talk Online PanelBank (CH)15 Fr.gering
TestingTimeBankkontoje nach Kontomittel
RicardoBankkontopro Verkaufmittel
tutti.ch, anibis.chdirekt vom Käuferpro Verkaufmittel
Nebenjob vor OrtLohnpro Einsatzhoch
Freelancingje nach Auftragpro Auftraghoch

Die Angaben stammen von den Anbietern, aus ihren AGB oder Hilfeseiten.

Nebenverdienst in der Schweiz: Was gilt bei den Steuern?

Einen steuerfreien Betrag für Nebeneinkünfte gibt es in der Schweiz nicht. Nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer sind alle Einkünfte steuerpflichtig, einmalige wie regelmässige. Dein Nebeneinkommen gehört in der Schweiz deshalb ab dem ersten Franken in die Steuererklärung, auch Geld aus Apps oder Umfragen.

Eine Ausnahme ist der Verkauf deiner eigenen gebrauchten Sachen. Gewinne aus Privatvermögen sind steuerfrei, zum Beispiel für dein altes Velo auf Ricardo.

Kaufst du dagegen gezielt Dinge, um sie weiterzuverkaufen, kann das als selbstständige Tätigkeit gelten. Eine feste Grenze dafür gibt es nicht.

Was du abziehen kannst. Steuerpflichtig heisst aber nicht, dass auf jeden Franken Steuern anfallen. Für einen angestellten Nebenjob ziehst du bei der direkten Bundessteuer pauschal 20 % der Einkünfte ab, mindestens 800 und höchstens 2400 Franken. So steht es im Formular 9/14 der ESTV für die Steuerperiode 2026.

Der Abzug ist nie höher als dein Nebenverdienst. Verdienst du nebenbei 700 Franken, ziehst du also 700 Franken ab, und es bleibt nichts zu versteuern.

Statt der Pauschale kannst du auch höhere tatsächliche Kosten mit Belegen abziehen. Für selbstständige Nebeneinkünfte gibt es keine Pauschale, dort ziehst du deine tatsächlichen Kosten ab.

Kanton und Gemeinde. Diese Werte gelten für die Bundessteuer, daneben zahlst du aber auch Steuern an deinen Kanton und deine Gemeinde. Bern und Thurgau verwenden für den Abzug dieselben Werte wie der Bund, andere Kantone können abweichen. Im Zweifel fragst du deshalb beim Steueramt deines Wohnkantons nach.

Diese Angaben sind allgemeine Informationen und keine Steuerberatung.

AHV beim Nebenerwerb: die Grenze von 2500 Franken

Anders als bei der Steuer gibt es bei der AHV für kleine Nebenverdienste eine Grenze von 2500 Franken im Jahr. Sie gilt seit 2025, vorher lag sie bei 2300 Franken. An der Steuer ändert diese Grenze nichts, dort zählt weiterhin jeder Franken.

Angestellt. Verdienst du bei einem Arbeitgeber höchstens 2500 Franken im Jahr, werden AHV-Beiträge laut AHV-Merkblatt 2.01 nur erhoben, wenn du das verlangst. Die Grenze gilt pro Arbeitgeber. Liegt dein Lohn darüber, sind Beiträge auf den ganzen Lohn fällig, nicht nur auf den Teil über 2500 Franken.

Von dieser Grenze gibt es bei Angestellten zwei wichtige Ausnahmen. Wer in einem Privathaushalt arbeitet, etwa als Putzhilfe, zahlt grundsätzlich immer Beiträge. Dasselbe gilt bei Arbeitgebern aus Kultur und Medien, zum Beispiel Theatern, Orchestern, Radio oder Zeitungen.

Selbstständig. Auch für selbstständige Nebeneinkünfte gilt die Grenze von 2500 Franken im Jahr. Darunter werden Beiträge laut AHV-Merkblatt 2.02 nur auf deinen Wunsch erhoben. Liegt dein Einkommen darüber, meldest du dich bei der Ausgleichskasse an und zahlst Beiträge auf den ganzen Gewinn.

Die Tabelle fasst zusammen, was für welche Art von Nebenverdienst bei Steuer und AHV gilt.

Art des NebenverdienstsSteuerAHV
Eigene gebrauchte Sachen verkaufensteuerfreikeine Beiträge
Kleine Beträge aus Apps oder Umfragensteuerpflichtigunter 2500 Fr. meist keine
Angestellt, bis 2500 Fr. pro Arbeitgebersteuerpflichtig, Pauschalabzugnur auf Verlangen (nicht im Privathaushalt)
Angestellt, über 2500 Fr.steuerpflichtig, Pauschalabzugauf den ganzen Lohn
Selbstständig, über 2500 Fr. im Jahrsteuerpflichtig, tatsächliche KostenAnmeldung und Beiträge

Quellen: ESTV, AHV-Merkblätter 2.01 und 2.02. Allgemeine Informationen, keine Steuerberatung.

Liechtenstein: Was dort anders ist

Money SMS funktioniert auch in Liechtenstein. Ob es für dein Netz zusätzlich einen Bonus gibt, siehst du in der Liste der gefragten Netze.

Viele andere Plattformen sind dagegen auf die Schweiz ausgerichtet. So zahlt Rabattcorner nicht auf ausländische Bankkonten aus, und Talk Online Panel überweist nur auf Schweizer Konten. Prüfe deshalb bei jedem Anbieter, ob er Liechtenstein unterstützt.

Auch bei Steuer und AHV gelten eigene Regeln. Bei der Steuer ist Liechtenstein ähnlich streng wie die Schweiz, denn laut dem liechtensteinischen Steuergesetz sind alle Einkünfte steuerpflichtig, Nebeneinkünfte eingeschlossen.

Bei der AHV gibt es für Löhne keine Grenze wie in der Schweiz, denn Beiträge fallen schon ab dem ersten Franken an. Für selbstständige Nebeneinkünfte unter 1000 Franken im Jahr werden Beiträge laut der AHV-IV-FAK dagegen nur auf Verlangen erhoben.

Online Geld verdienen in der Schweiz: seriös oder Betrug?

Seriöse Anbieter verlangen nie Geld von dir, und sie fragen nie nach deinen Kartendaten, um dich zu bezahlen. Sei misstrauisch, wenn du zuerst selbst etwas zahlen sollst oder im Impressum keine Firma mit Adresse steht. Dasselbe gilt, wenn ein Angebot Hunderte Franken am Tag verspricht.

Auch beim Verkaufen auf tutti, anibis oder Ricardo gibt es eine bekannte Masche. Ein angeblicher Käufer schickt dir einen Link zu einer gefälschten Zahlungsseite, oft im Namen der Post. Dort sollst du Kartendaten oder TWINT-Logins eingeben, um das Geld zu «empfangen».

Die Polizei warnt auf cybercrimepolice.ch vor diesem Trick. Bleib deshalb im Chat der Plattform und gib nie Kartendaten, Codes oder Logins ein, um Geld zu bekommen.

Weitere Fallen rund um Arbeit von zu Hause, etwa Verpackungsarbeit, erklären wir in unserem Artikel zum Geldverdienen von zu Hause.

Wie viel ist realistisch?

Mit Apps, Umfragen und Cashback kommt ein kleiner Zuverdienst zusammen, aber kein zweites Gehalt. Wer einfach Geld verdienen will, ohne besondere Fähigkeiten, kommt in der Schweiz meist auf ein paar Franken bis einige Dutzend Franken im Monat. So viel tragen die einzelnen Wege dazu bei.

  • Money SMS bringt meist ein paar Euro im Monat, ohne dass du Zeit investierst.
  • Umfragen bringen pro Teilnahme ein paar Rappen bis wenige Franken.
  • Cashback hängt davon ab, wie viel du online einkaufst.
  • Verkaufen bringt so viel, wie deine Sachen wert sind, aber nur einmal pro Gegenstand.

Mehrere hundert Franken im Monat bringen eher ein Nebenjob oder Aufträge für deine Fähigkeiten. Dann gelten aber auch die Regeln zu Steuer und AHV, die wir oben erklärt haben.

So haben wir geprüft

Wir haben am 19. Oktober 2026 die AGB, Hilfeseiten und App-Store-Einträge der Anbieter gelesen. Für Steuer und AHV haben wir das Formular der ESTV, die AHV-Merkblätter 2.01 und 2.02, die FAQ des SECO und die Seiten der liechtensteinischen AHV-IV-FAK genutzt.

Aufgenommen haben wir nur Wege, die in der Schweiz funktionieren, keine Einzahlung verlangen und kein Glücksspiel enthalten. Wir haben die Plattformen nicht selbst bis zur Auszahlung getestet, und wir sind keine Steuerberater.

Häufige Fragen

Wie kann ich in der Schweiz nebenbei Geld verdienen?

Am wenigsten Aufwand machen eine App im Hintergrund und Cashback. Mehr bringen Umfragen, Nutzertests und der Verkauf gebrauchter Sachen auf Ricardo oder tutti. Am meisten verdienst du mit einem Nebenjob oder mit Aufträgen für deine Fähigkeiten.

Welche Apps zahlen in der Schweiz aus?

Money SMS zahlt in Euro auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin aus. Rabattcorner zahlt in Franken auf ein Schweizer Bankkonto oder auf PayPal, Talk Online Panel nur auf ein Schweizer Bankkonto. Prüfe bei jeder App vorher, ob sie deinen Wohnsitz akzeptiert.

Kann ich mir das Geld auf TWINT auszahlen lassen?

Keine der Apps in diesem Artikel zahlt auf TWINT aus, auch Money SMS nicht. TWINT nutzt du vor allem beim privaten Verkauf, wenn du dich mit dem Käufer darauf einigst.

Ist ein Nebenerwerb in der Schweiz steuerfrei?

Nein, einen steuerfreien Betrag gibt es nicht. Dein Nebenerwerb ist ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Für einen angestellten Nebenjob ziehst du aber pauschal mindestens 800 Franken ab, sodass bei kleinen Beträgen oft nichts zu versteuern bleibt. Steuerfrei ist der Verkauf deiner eigenen gebrauchten Sachen.

Ab wann muss ich auf meinen Nebenverdienst AHV zahlen?

Bis 2500 Franken im Jahr werden Beiträge meist nur erhoben, wenn du das verlangst. Bei angestellten Jobs gilt das pro Arbeitgeber, aber nicht für Arbeit im Privathaushalt. Liegst du darüber, sind Beiträge auf den ganzen Betrag fällig.


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Redaktion · TelQ Telecom GmbH

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