Kann man mit Apps Geld verdienen? Ja, aber meist nur ein paar Euro im Monat.
Schwierig ist vor allem die Auswahl. In den App-Stores findest du Hunderte Apps zum Geld verdienen, aber nur einige zahlen zuverlässig aus. Viele zahlen sehr wenig, und manche zahlen gar nichts.
Damit du die passende findest, ordnen wir die Apps danach, wie du mit ihnen verdienst. Es geht um passive Apps, Umfragen, Mikrojobs, App-Tests, Spiele, Werbung schauen, Cashback und Verkaufen.
Zu jeder App nennen wir die Auszahlungsbedingungen, ihre öffentliche Bewertung und ob sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert. Das gilt auch für Money SMS, unsere eigene App. Wir beschreiben sie genauso ehrlich wie die anderen.
- Mit Apps Geld verdienen geht, aber realistisch sind ein paar Euro bis einige Dutzend Euro im Monat.
- Die beste Geld verdienen App für dich hängt von deiner Zeit, deinem Handy und der Auszahlung ab, die du dir wünschst.
- Seriöse Apps verlangen nie Geld von dir, weder für die Anmeldung noch für die Auszahlung.
- Apps mit Einzahlung, Casino-Auszahlung, Verlosungen oder Glücksrad um Geld haben wir bewusst weggelassen. Darunter sind auch bekannte Spiele-Apps.
Mit Apps Geld verdienen: was realistisch ist
Wenn du Geld mit dem Handy verdienen willst, rechne mit einem kleinen Zuverdienst und nicht mit einem zweiten Gehalt. Passive Apps bringen meist ein paar Euro im Monat. Mit Umfragen, Mikrojobs und gelegentlichen Verkäufen kommen einige Dutzend Euro dazu, wenn du regelmäßig Zeit investierst.
Dazu kommt eine Wartezeit, denn fast jede App zahlt erst ab einem Mindestbetrag aus. Bis du ihn erreichst, vergehen oft Tage oder Wochen. Wie schnell die Apps danach wirklich auszahlen, vergleichen wir in unserem Artikel darüber, was „Sofort-Auszahlung“ wirklich heißt.
Mit einer App Geld verdienen kann man übrigens auf zwei Arten. Du nutzt fertige Apps, oder du entwickelst eine eigene App. In diesem Artikel geht es nur um die erste Art.
Mit welcher App kann man Geld verdienen?
Die besten Apps zum Geld verdienen gibt es nicht für alle, sondern nur die App, die zu deiner Situation passt. Welche das ist, findest du mit diesen fünf Fragen heraus.
- Wie viel Zeit hast du? Wenn du kaum Zeit hast, passen passive Apps. Hast du ein paar Minuten am Tag, kommen Umfragen, Mikrojobs und Spiele dazu.
- Welches Handy hast du? Manche Apps gibt es nur für Android, andere nur für das iPhone oder im Browser.
- Online Geld verdienen: App oder Browser? Viele Umfrage-Panels funktionieren in beiden Varianten. Für Mikrojobs vor Ort brauchst du dagegen das Handy.
- Wie möchtest du dein Geld bekommen? Manche Apps zahlen auf PayPal aus, andere nur aufs Bankkonto oder als Gutschein.
- Wo wohnst du? Nicht jede App zahlt in Österreich oder der Schweiz aus. Deshalb steht bei jeder App, wo sie funktioniert.
Passive Apps: mit dem Handy Geld verdienen, ohne etwas zu tun
Wer Geld mit Handy verdienen will, ohne Zeit zu investieren, landet bei passiven Apps. Sie nutzen etwas, das dein Handy oder dein Anschluss sowieso kann, etwa SMS empfangen oder eine Internetverbindung teilen.
Nach der Einrichtung musst du deshalb nichts mehr tun, und darin unterscheiden sie sich am stärksten von Umfragen und Spielen. Dafür bringen sie auch wenig. Wir stellen hier zwei solche Apps vor.
1. Money SMS (unsere App)
Money SMS macht dein Android-Handy zu einem Testpunkt, über den Firmen prüfen, ob ihre SMS ankommen. Pro Test-SMS bekommst du 0,01 bis 0,03 €, meist ein paar Euro im Monat. Deine privaten SMS verlassen das Handy nicht.
Hinter Money SMS steht die TelQ Telecom GmbH aus Hamburg. Das Unternehmen hält sich an die DSGVO.
Die App gibt es nur für Android als APK-Datei, also als Installationsdatei außerhalb von Google Play. Deshalb kann eine Warnung erscheinen, doch Play Protect bleibt an und die Warnung bietet dir einen Weg zum Fortfahren (Anleitung).
Money SMS auf einen Blick
- Auszahlung: ab 2 € auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin (kein TWINT, keine Überweisung), bearbeitet in 24 bis 48 Stunden
- Geräte: nur Android
- Bewertung: keine Store-Bewertung, weil die App nicht in den App-Stores ist. Mehr zu Sicherheit und Datenschutz im Security Center
Mit dem Handy Geld verdienen im Hintergrund
Money SMS empfängt Test-SMS und zahlt ab 2 € auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin aus.
2. Honeygain
Honeygain nutzt statt deiner SMS deine Internetverbindung. Den Teil, den du gerade nicht brauchst, verkauft die App an Firmen, die darüber zum Beispiel Websites so aufrufen, als säßen sie in deinem Land. Honeygain läuft auf Android und am Computer, aber nicht auf dem iPhone.
Weil fremde Firmen über deinen Anschluss surfen, hat das Modell einen großen Haken. Die Sicherheitsfirma Trend Micro hat 2023 über solche Apps fremden und teils verdächtigen Datenverkehr gefunden. Passiert damit etwas Illegales, führt die Spur zu deinem Anschluss.
Honeygain auf einen Blick
- Auszahlung: PayPal ab 20 US-Dollar
- Geräte: Android über die Website, Windows, macOS, Linux
- Bewertung: nicht bei Google Play gelistet, daher keine Store-Bewertung
Umfrage-Apps
Anders als passive Apps brauchen Umfrage-Apps etwas Zeit von dir. Sie passen zu dir, wenn du gerne deine Meinung sagst und ein paar Minuten am Tag hast. Dann kannst du mit ihnen am Handy Geld verdienen, wann immer du kurz Zeit hast.
Viel bringen sie aber nicht. Warum, zeigt ein Blick darauf, wie Umfrage-Panels arbeiten.
So funktionieren Umfrage-Panels
Marktforschungsfirmen wollen wissen, was Menschen über Produkte, Werbung oder Preise denken. Dafür fragen sie ihre Panels, also große Gruppen von Menschen, die sich angemeldet haben und Einladungen zu Umfragen bekommen.
Wenn du dich bei einem Panel anmeldest, beantwortest du meist zuerst ein paar Fragen zu deiner Person, damit das Panel weiß, welche Umfragen zu dir passen. Für jede vollständige Umfrage bekommst du dann Punkte. Ab einem Mindestbetrag tauschst du sie gegen Geld, Gutscheine oder eine Spende.
Warum du oft aussortiert wirst. Viele Umfragen suchen eine bestimmte Zielgruppe. Passt du nicht dazu oder ist die Gruppe schon voll, endet die Umfrage nach ein paar Fragen, und du bekommst wenige oder gar keine Punkte. Das ist normal und kein Zeichen für ein unseriöses Panel.
Was eine Umfrage pro Stunde bringt
Der Verdienst hängt vor allem von der Länge der Umfrage ab. Meinungsplatz nennt für Österreich 0,50 bis 2,50 € pro Umfrage. Nimm als Rechenbeispiel eine Umfrage von 10 Minuten für 0,50 bis 1 €, dann wären das ohne Aussortieren 3 bis 6 € pro Stunde.
In der Praxis wirst du aber regelmäßig aussortiert, und diese Zeit ist oft unbezahlt. Dein echter Stundenlohn liegt deshalb meist darunter. Auch die Verbraucherzentrale schreibt, dass solche Apps keinen „echten und planbaren Nebenverdienst“ bieten.
Wenn du es trotzdem versuchen willst, sind diese vier Panels ein guter Start.
3. Prime Opinion
Prime Opinion gehört zum schwedischen Unternehmen Prime Insights. Die Plattform hat eigene Seiten für Österreich und die Schweiz und zahlt auf PayPal oder als Gutschein aus. Laut Anbieter ist der Mindestbetrag niedrig, aber eine genaue Summe nennt die Website nicht.
Prime Opinion auf einen Blick
- Auszahlung: PayPal oder Gutschein
- Geräte: Android, iPhone und Browser
- Bewertung: App Store Österreich 4,7 aus 474 Bewertungen
4. Toluna
Toluna ist eines der größten Umfrage-Panels weltweit und hat wie Prime Opinion Seiten für Österreich und die Schweiz. Bei der Auszahlung brauchst du aber Geduld. Laut Toluna kann es bis zu 3 Wochen dauern, bis eine Belohnung ankommt, und bei Punkten bis zu 6 Wochen nach Ende einer Umfrage.
Toluna auf einen Blick
- Auszahlung: PayPal oder Gutschein, für PayPal brauchst du ein eigenes Konto
- Geräte: Android, iPhone und Browser
- Bewertung: Google Play 4,2 aus rund 395.000 Bewertungen
5. Talk Online Panel
Talk Online Panel ist ein Marktforschungsunternehmen aus Wien und zahlt anders als die beiden ersten Panels nicht auf PayPal aus. In Österreich bekommst du für 2.000 Punkte 20 € aufs Bankkonto, in der Schweiz für 1.700 Punkte 15 Franken.
Statt Geld kannst du auch Gutscheine wählen. Laut FAQ kommt das Geld meist innerhalb von 2 Wochen, spätestens nach 30 Tagen.
Talk Online Panel auf einen Blick
- Auszahlung: Bankkonto oder Gutschein ab 20 €, kein PayPal
- Geräte: Android, iPhone und Browser
- Bewertung: App Store Österreich 4,5 aus 876 Bewertungen
6. Meinungsplatz
Auch Meinungsplatz zahlt nur per Überweisung aus, und zwar ab 20 € und meist zu Beginn des Folgemonats. Liegt dein Guthaben darunter, verfällt es nicht, sondern wird in den nächsten Monat übernommen.
Meinungsplatz auf einen Blick
- Auszahlung: ab 20 € nur aufs Bankkonto, kein PayPal
- Geräte: Android, iPhone und Browser
- Bewertung: App Store Österreich 3,0 aus 61 Bewertungen
Internationale und lokale Panels. Die großen Panels sind international und gut am Handy nutzbar. Daneben gibt es Panels, die nur in einem Land arbeiten. Welche Panels in der Schweiz und in Österreich auszahlen, zeigen unsere Artikel zum Geldverdienen in der Schweiz und in Österreich.
Nicht jede Umfrage, die dir Geld oder Preise verspricht, kommt aber von einem echten Panel.
Vorsicht vor falschen Umfragen
- Eine angebliche Umfrage von Billa, Spar oder Amazon verspricht dir ein Handy für 1 bis 2 €. Laut Watchlist Internet schließt du damit ein teures Abo ab.
- Ein seriöses Panel fragt bei der Anmeldung nie nach Kreditkartendaten.
- Die Arbeiterkammer Steiermark warnt vor Umfrage-Jobs, die 200 bis 500 € pro Stunde versprechen.
Mikrojobs: kleine Aufgaben per App
Mikrojobs sind kleine, bezahlte Aufgaben. Du fotografierst zum Beispiel ein Regal im Supermarkt oder prüfst einen kurzen Text, und dafür bekommst du pro Aufgabe meist ein bis wenige Euro.
Je nachdem, wo du die Aufgaben erledigst, gibt es zwei Arten. Mikrojobs online erledigst du am Computer oder am Handy, zum Beispiel Texte schreiben oder Daten zuordnen.
Mikrojobs vor Ort führen dich dagegen in Geschäfte in deiner Nähe, und dafür braucht die App deinen Standort. Für jede Art stellen wir dir eine App vor.
7. Clickworker
Auf Clickworker erledigst du Micro Jobs online, etwa Texte prüfen, Fotos zuordnen oder kurze Umfragen. Die Firma zahlt jede Woche aus, sobald du den Mindestbetrag erreicht hast.
Für manche Länder ist die Anmeldung allerdings zeitweise geschlossen. Das siehst du bei der Registrierung.
Clickworker auf einen Blick
- Auszahlung: PayPal oder SEPA-Überweisung ab 10 €, wöchentlich
- Geräte: Browser, Android und iPhone
- Bewertung: Google Play 3,4 aus rund 121.000 Bewertungen
8. Appjobber
Appjobber gehört zur wer denkt was GmbH aus Darmstadt. Du machst zum Beispiel Fotos von Produkten im Geschäft oder prüfst Preise, und laut Anbieter gibt es dafür mindestens 1 € pro Job.
Jobs gibt es in fast ganz Europa. Ob gerade welche in deiner Nähe sind, zeigt dir die App.
Appjobber auf einen Blick
- Auszahlung: ohne Mindestbetrag, alle 7 Tage per Überweisung oder PayPal (PayPal zieht eine Gebühr ab)
- Geräte: Android und iPhone
- Bewertung: Google Play 3,2 aus rund 3.450 Bewertungen
Was die Verbraucherzentrale bei Mikrojobs kritisiert. Die Apps aus ihrem Test von 2019 sind nicht die hier genannten, zeigen aber, worauf du achten solltest. In einer Punkte-App brauchte man rund 5.000 Punkte für einen Gutschein über 5 €, und ein beantragter Gutschein kam nie an.
Auch deine E-Mail-Adresse kann zum Problem werden. Die Test-Adresse bekam in vier Wochen über 10.000 Werbe-Mails.
Die Verbraucherzentrale warnt außerdem vor illegalen Aufträgen. Dazu gehören gefälschte Produktbewertungen oder das Betreten von Privatgrundstücken ohne Erlaubnis. Solche Aufgaben solltest du ablehnen, auch wenn sie gut bezahlt sind.
Apps testen und Geld verdienen
Als App-Tester Geld verdienen klingt verlockend. Dahinter steckt ein echter Bedarf. Bevor eine neue App oder Website online geht, wollen Firmen wissen, ob normale Nutzer damit zurechtkommen.
Dafür bezahlen sie Menschen, die das Produkt ausprobieren. Du bekommst eine Einladung, erledigst ein paar Aufgaben und beschreibst danach, was gut lief und wo du hängen geblieben bist.
Wie bei Umfragen wird aber ausgewählt. Seriöse Plattformen wie Testbirds aus Deutschland laden zu einem Test nur Tester ein, deren Profil zur gesuchten Zielgruppe passt. Wer nicht passt, bekommt keine Einladung.
Wer mit dem Apps-Testen Geld verdienen will, braucht deshalb Geduld. Du bekommst nicht jeden Test, und die Aufträge kommen unregelmäßig. Das passt eher als gelegentlicher Zuverdienst denn als feste Einnahme.
Nicht alles, was sich App-Test nennt, ist auch einer. Manche Apps bezahlen dich nur dafür, dass du andere Apps installierst. Bei Testerheld gehören zum Beispiel Lotto-Anbieter zu den Testpartnern. Deshalb fehlt die App in unserer Liste.
Geld verdienen mit Spielen
Spiele-Apps mit Belohnung versprechen Geld für deine Spielzeit. Du sammelst Münzen und tauschst sie gegen PayPal-Guthaben oder Gutscheine. Die Beträge sind aber klein, und die Bedingungen ändern sich oft.
Wichtig ist vor allem der Unterschied zum Glücksspiel. Eine seriöse Spiele-App bezahlt deine Zeit, nicht deinen Einsatz und nicht dein Glück. Genau daran scheitern viele bekannte Apps.
Das zeigen auch die AGB der bekanntesten Spiele-Apps, die wir gelesen haben. Bei den meisten fanden wir Verlosungen, Jackpots, Glücksräder, Turniere um Bargeld oder Einzahlungen. Andere geben Münzen auch dafür, dass du in Partner-Spielen Geld ausgibst.
Deshalb empfehlen wir hier keine einzelne Spiele-App. Die beste App zum Geld verdienen mit Spielen ist eine, die du vorher selbst prüfst. Achte dabei in den AGB und im Store-Eintrag auf diese sechs Punkte.
- Einzahlung oder Einsatz: Musst du Geld einzahlen, um mitzuspielen oder mehr zu gewinnen?
- Turniere um Bargeld: Spielst du gegen andere um echtes Geld?
- Verlosungen und Glücksräder: Stehen in den AGB Wörter wie „Sweepstakes“, „Lottery“, „Jackpot“ oder „Spin-to-win“?
- Käufe in Spielen: Bekommst du Münzen dafür, dass du in Partner-Spielen etwas kaufst?
- Store-Hinweis: Steht bei Google Play der Hinweis „Simuliertes Glücksspiel“?
- Auszahlung: Ab welchem Betrag zahlt die App aus, wohin und wie schnell? Verfallen deine Münzen?
Wenn du trotzdem Geld mit Spielen verdienen willst, rechne mit wenigen Euro für viele Stunden Spielzeit. Ein echter Zuverdienst ist das nicht, also spiel nur, wenn dir das Spiel selbst Spaß macht.
Geld verdienen mit Videos schauen: ein ehrlicher Check
Viele suchen nach „Geld verdienen mit Werbung schauen“. Nach unserer Recherche bringt das aber kaum etwas, denn für ein Video gibt es meist nur Bruchteile eines Cents oder ein paar Punkte.
Manche Apps sind sogar reine Attrappen. Eine App bei Google Play verspricht im Titel Geld fürs Werbung ansehen, doch in der Beschreibung steht, dass man damit kein echtes Geld verdienen kann. Lies deshalb immer die Beschreibung und prüfe, ob eine echte Firma dahintersteht.
Aber auch bekannte Plattformen, die dir versprechen, dass du mit Videos schauen Geld verdienen kannst, haben oft Haken. Freecash bietet zum Beispiel Auszahlungen an ein Online-Casino an, und Swagbucks zahlt in Österreich und der Schweiz nicht aus. Beide fehlen deshalb in unserer Liste.
Wenn du eine „Werbung schauen, Geld verdienen“-App suchst, bist du deshalb bei Umfragen oder passiven Apps meist besser aufgehoben.
Mit Videos Geld verdienen kannst du eher, wenn du selbst Inhalte erstellst, statt sie nur anzuschauen. Das braucht aber Zeit und Übung. Welche Wege mit der Zeit wachsen können, zeigt unser Artikel für Einsteiger ohne Startkapital.
Cashback- und Verkaufs-Apps
Die letzten beiden Arten funktionieren anders als alle Apps davor. Beim Cashback sparst du eigentlich nur, und zwar bei Einkäufen, die du ohnehin machst. Beim Verkaufen machst du einmalig aus Dingen Geld, die du nicht mehr brauchst.
9. Cashback-Apps
Mit Cashback-Apps bekommst du einen Teil des Kaufpreises zurück, wenn du über die App in Online-Shops einkaufst. Bekannt ist in Deutschland zum Beispiel Shoop, das laut App-Store-Beschreibung schon ab 1 € auf dein Bankkonto oder PayPal auszahlt.
In der Schweiz ist Rabattcorner das bekannteste Portal, und dort lässt du dir dein Cashback ab 20 Franken auszahlen. Bis ein Shop deinen Einkauf bestätigt, vergehen allerdings oft mehrere Wochen.
Weil du außerdem nur einen Teil des Preises zurückbekommst, solltest du nie etwas nur wegen des Cashbacks kaufen.
10. Verkaufs-Apps
Mit Verkaufs-Apps verdienst du oft mehr als mit jeder anderen App, aber nur einmal pro Gegenstand. In Deutschland eignen sich Kleinanzeigen und Vinted, in Österreich willhaben und Vinted, in der Schweiz Ricardo und tutti.ch.
Beim Verkaufen gibt es aber Betrugsmaschen. Schweizer Polizeistellen warnen zum Beispiel vor falschen Links zur „Zahlung über tutti“, über die du angeblich Geld empfangen sollst. Gib dort nie Kartendaten ein, und gib deine Ware erst ab, wenn das Geld wirklich da ist.
Berechtigungen und Datenschutz
Egal für welche App du dich entscheidest, bei der Installation fragt sie nach Berechtigungen. Prüfe dann immer, ob die Berechtigung zur Aufgabe der App passt.
Normal ist zum Beispiel: - Benachrichtigungen, damit du neue Umfragen oder Aufgaben siehst - Standort, wenn die App Mikrojobs in deiner Nähe anbietet - Kamera, wenn du Regale, Produkte oder Kassenbons fotografieren sollst - SMS, wenn die App wie Money SMS Test-SMS empfangen soll
Vorsicht ist geboten, wenn eine App ohne klaren Grund verlangt: - Zugriff auf deine Kontakte - Bedienungshilfen oder Geräteverwaltung, mit denen eine App dein Handy steuern kann - Zugriff auf SMS, obwohl die App nichts mit SMS zu tun hat
Genauso vorsichtig solltest du mit den Daten sein, die du selbst eingibst. Die Verbraucherzentrale rät, so wenige Daten wie möglich anzugeben. Warum, zeigen die über 10.000 Werbe-Mails aus ihrem Test.
Nutze deshalb eine eigene E-Mail-Adresse und gib keine Postadresse und keine Handynummer an, wenn es nicht nötig ist. Wer ganz sicher gehen will, nutzt für solche Apps ein zweites Handy.
Geld verdienen mit Apps: alle Apps im Vergleich
Hier siehst du die wichtigsten Apps aus diesem Artikel noch einmal nebeneinander, mit Mindestbetrag und Ländern.
| App | Art | Auszahlung ab | DE / AT / CH |
|---|---|---|---|
| Money SMS | passiv | 2 €, PayPal, Bitcoin, Litecoin | ja / ja / ja |
| Honeygain | passiv | 20 US$, PayPal | ja / ja / ja |
| Prime Opinion | Umfragen | niedrig, PayPal | ja / ja / ja |
| Toluna | Umfragen | je nach Prämie | ja / ja / ja |
| Talk Online Panel | Umfragen | 20 € / 15 CHF, Bank | nein / ja / ja |
| Clickworker | Mikrojobs | 10 €, PayPal, SEPA | je nach Anmeldung |
| Appjobber | Mikrojobs | kein Minimum | je nach Ort |
Die Angaben stammen von den Anbietern, aus ihren AGB oder FAQ. Mindestbeträge können sich ändern.
Du hast kaum Zeit, aber ein Android-Handy?
Money SMS läuft im Hintergrund auf deinem Android-Handy und zahlt ab 2 € auf PayPal aus.
Diese Apps haben wir bewusst weggelassen
Mit welchen Apps kann man Geld verdienen, ohne Risiko? Nicht mit allen, die in anderen Listen stehen. Einige bekannte Apps fehlen bei uns deshalb mit Absicht.
- Freecash: Die Plattform bietet Auszahlungen an das Krypto-Casino Stake an und belohnt das mit einem Bonus.
- Swagbucks: Die Plattform zahlt in Österreich und der Schweiz nicht aus.
- Pawns.app: Die App teilt wie Honeygain deine Internetverbindung. Sie setzt aber auch auf ein Glücksrad und Verlosungen um Bargeld.
- Poll Pay: Laut Hilfeseite ist die Mitgliedschaft nur für Menschen in den USA gedacht. Dazu kommen Rubbellose und Turniere mit Einzahlung.
- Testerheld: Zu den Testpartnern gehören Lotto-Anbieter.
- JustPlay: Laut den AGB vom 8. Juni 2026 gibt es Verlosungen und Glücksräder mit Jackpots für zufällig gezogene Gewinner. Das ist eine Lotterie-Mechanik.
- GAMEE Prizes und Mistplay: Beide setzen auf Lotterie-, Glücksrad- oder Wundertüten-Mechaniken.
- Sweatcoin: Die App zahlt kein Geld aus, sondern nur Gutscheine und Waren.
- Trading- und Krypto-Apps: Damit legst du Geld an und kannst es verlieren, und das hat mit Geldverdienen nichts zu tun.
So erkennst du unseriöse Apps
An diesen Warnzeichen erkennst du, dass eine App nicht seriös ist.
- Du sollst Geld zahlen, bevor du etwas verdienen oder abheben kannst.
- Du sollst Geld einzahlen, um mehr zu gewinnen oder größere Aufgaben freizuschalten.
- Hinter der App steht kein Unternehmen mit Impressum und Adresse.
- Die App verspricht hohe Beträge pro Stunde oder pro Tag.
- Die App verlangt Berechtigungen, die nicht zu ihrer Aufgabe passen.
Besonders verbreitet sind falsche Handy-Jobs per WhatsApp, SMS oder Telegram. Du sollst Hotels bewerten oder Videos liken und bekommst zuerst eine kleine Auszahlung. Danach sollst du eigenes Geld einzahlen, also genau das, was eine seriöse App nie verlangt.
Die Watchlist Internet rät deshalb, solche Nachrichten zu ignorieren. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit berichtet sogar von einem Opfer, das fast 80.000 Franken verlor.
Die Faustregel des Amts lautet: „Seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld von ihren Angestellten.“ Weitere Maschen rund um Heimarbeit erklären wir in unserem Artikel zum seriösen Geldverdienen von zu Hause.
So haben wir geprüft
Am 19. Oktober 2026 haben wir die AGB, FAQ und Auszahlungsseiten der Anbieter gelesen. Die Bewertungen stammen aus Google Play und dem App Store vom selben Tag.
Für Warnungen haben wir Verbraucherzentrale, Watchlist Internet, Arbeiterkammer und das Bundesamt für Cybersicherheit genutzt.
Nicht jede App haben wir selbst bis zur Auszahlung genutzt. Aufgenommen haben wir aber nur Apps mit einem erkennbaren Unternehmen, ohne Einzahlung und ohne Glücksspiel um Geld.
Bleibt noch die Frage nach den Steuern. Kleine Beträge aus Apps sind meist kein Thema, aber das hängt von deinem Land und deinen übrigen Einkünften ab. Was in Deutschland gilt, erklären wir in unserem Artikel zum Nebenbei-Verdienen.
Häufige Fragen
Mit welcher App kann man wirklich Geld verdienen?
Echtes Geld zahlen alle Apps in unserem Vergleich aus, solange du ihre Mindestbeträge erreichst. Am wenigsten Zeit kosten passive Apps wie Money SMS oder Honeygain. Etwas mehr bringen Umfragen, Mikrojobs und der Verkauf gebrauchter Dinge, aber nur, solange du aktiv bist.
Ist eine Geld verdienen App seriös?
Das hängt von der App ab. Seriös ist eine App, wenn ein Unternehmen mit Impressum dahintersteht, sie kein Geld von dir verlangt und ihre Auszahlungsbedingungen offenlegt. Lies deshalb vor der Anmeldung die AGB und die schlechten Bewertungen.
Kann ich mit dem Handy 500 € am Tag verdienen?
Nein. Mit Handy Geld verdienen klappt mit seriösen Apps nur in kleinen Beträgen, realistisch sind ein paar Euro bis einige Dutzend Euro im Monat. Wer dir trotzdem 500 € am Tag verspricht, will meist dein Geld oder deine Daten.
Gibt es Apps zum Geldverdienen fürs iPhone?
Ja, zum Beispiel Prime Opinion, Toluna, Clickworker und Appjobber. Passive Apps wie Money SMS und Honeygain gibt es dagegen nur für Android oder den Computer.
Kann man mit Apps Geld verdienen, ohne etwas zu bezahlen?
Ja, alle Apps in diesem Artikel sind kostenlos. Wenn eine App für die Anmeldung, die Freischaltung oder die Auszahlung Geld verlangt, ist das ein klares Warnsignal.


