Du hast einen Job und möchtest nebenbei Geld verdienen? Dann zählt vor allem, wie viel Zeit dir neben der Arbeit wirklich bleibt und was dein Arbeitgeber und das Finanzamt dazu sagen.
Deshalb findest du in diesem Artikel zuerst 9 Wege, sortiert von wenig bis viel Aufwand, und zu jedem, was er realistisch bringt. Danach erklären wir, welche Regeln für Arbeitszeit und Steuer gelten, mit den aktuellen Beträgen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Einer der Wege ist Money SMS, unsere eigene App. Wir beschreiben sie genauso ehrlich wie die anderen Möglichkeiten.
- Wer nebenbei Geld verdienen will, kommt mit wenig Zeit meist auf ein paar Euro bis einige Dutzend Euro im Monat. Mehr bringen ein Minijob oder eine Fähigkeit, für die andere bezahlen.
- Einen Nebenjob darfst du grundsätzlich haben. Prüfe aber deinen Arbeitsvertrag, und rechne die Stunden aller Jobs zusammen.
- In Deutschland bleiben als Angestellte:r bis 410 € Nebeneinkünfte im Jahr steuerfrei. Ein Minijob darf bis 603 € im Monat bringen.
- In Österreich liegt die Grenze bei 730 € im Jahr. In der Schweiz gibt es keinen steuerfreien Betrag für Nebeneinkünfte.
Nebenjob, Zuverdienst, Nebenverdienst: was ist was?
Ein Nebenjob ist eine Anstellung bei einem zweiten Arbeitgeber, zum Beispiel ein Minijob. Du hast feste Stunden, und der Arbeitgeber meldet dich an.
Ein Zuverdienst ist alles, was du auf eigene Faust dazuverdienst, etwa mit Apps, Umfragen, Verkäufen oder kleinen Aufträgen. Anders als beim Nebenjob bestimmst du selbst, wann und wie viel du machst. Dafür musst du die Einnahmen aber auch selbst beim Finanzamt angeben.
Nebenverdienst und Nebeneinkünfte sind der Oberbegriff für beides, im Englischen heißt das oft „Side Hustle“. Die Unterscheidung ist vor allem für die Steuer wichtig, denn für Nebenjobs und Zuverdienst gelten verschiedene Grenzen.
Wie kann ich nebenbei Geld verdienen? 9 Wege nach Aufwand
Beim Geld verdienen nebenbei zählt vor allem deine Zeit, denn neben dem Job ist sie knapp. Deshalb sind die Wege nach dem Aufwand sortiert. Oben stehen Möglichkeiten, die kaum Zeit kosten und wenig bringen, weiter unten Wege, die mehr Zeit brauchen und dafür mehr Geld bringen können.
1. Geld nebenbei verdienen ohne Zeitaufwand: Money SMS (unsere App)
Money SMS läuft im Hintergrund und empfängt Test-SMS, mit denen Firmen prüfen, ob ihre SMS ankommen.
Pro Test-SMS bekommst du 0,01 bis 0,03 €, meist ein paar Euro im Monat. Ab 2 € kannst du dir das Geld auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin auszahlen.
Deine privaten SMS bleiben auf dem Handy. Hinter Money SMS steht die TelQ Telecom GmbH aus Hamburg. Das Unternehmen hält sich an die DSGVO.
Die App gibt es nur für Android als APK-Datei. Bei der Installation kann eine Warnung erscheinen, doch Play Protect bleibt an und die Warnung bietet einen Weg zum Fortfahren, wie im Security Center erklärt.
Der Vorteil ist, dass dich Money SMS keine Freizeit kostet. Die Nachteile sind die kleinen Beträge und keine Auszahlung per TWINT oder Banküberweisung. Das passt zu dir, wenn du kaum Zeit hast.
Verdienen, während du arbeitest
Money SMS läuft im Hintergrund und zahlt ab 2 € auf PayPal, Bitcoin oder Litecoin aus.
2. Online nebenbei Geld verdienen mit Umfragen und Nutzertests
Anders als Money SMS kosten Umfragen und Nutzertests etwas Zeit. Bei bezahlten Umfragen gibst du Marktforschern deine Meinung und bekommst dafür Punkte. Bei Nutzertests probierst du Apps, Webseiten oder Produkte aus und sagst, was dir auffällt.
Eine Umfrage bringt meist nur Cent-Beträge bis wenige Euro. Ein Nutzertest dauert länger und bringt deshalb mehr, je nach Art und Länge.
Ein Anbieter für solche Tests ist TestingTime aus Zürich, zu dessen Kernländern Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören. Dort dauert ein Test laut Anbieter meist 30 bis 90 Minuten.
Bei beiden kommen Einladungen aber unregelmäßig, denn du passt nicht für jede Umfrage oder Studie. Leben kann man davon nicht, das schreibt TestingTime selbst.
Der Vorteil ist, dass du online und flexibel mitmachst, der Nachteil sind die unregelmäßigen Einladungen. Das passt zu dir, wenn du kurze Pausen füllen willst. Welche Umfrage-Apps verlässlich auszahlen, vergleichen wir in unserem Artikel zu Apps zum Geldverdienen.
3. Nebenverdienst online mit Mikrojobs
Mikrojobs sind ähnlich flexibel wie Umfragen, brauchen aber meist etwas mehr Zeit. Du erledigst dabei kleine Aufgaben am Computer oder Handy, zum Beispiel kurze Texte schreiben, Daten zuordnen oder Fotos prüfen.
Ein bekannter Anbieter ist Clickworker. Dort ist die Anmeldung aber nicht aus jedem Land jederzeit offen, prüfe das also vor dem Start.
Laut Clickworker bringt eine Aufgabe zwischen einem Euro und mehreren zehn Euro, einen festen Stundenlohn gibt es nicht. Ab 10 € zahlt Clickworker wöchentlich auf PayPal aus.
Der Vorteil ist, dass du dir die Aufgaben frei einteilst, der Nachteil der oft niedrige Stundenlohn. Wie bei jedem Zuverdienst kümmerst du dich außerdem selbst um deine Steuern. Das passt zu dir, wenn du abends regelmäßig eine Stunde übrig hast.
Mehr zu Mikrojob-Apps findest du in unserem Artikel zu Apps zum Geldverdienen.
4. Geld dazu verdienen mit gebrauchten Sachen
Schneller als mit Apps kommst du mit Dingen zu Geld, die du nicht mehr brauchst. Kleidung, Bücher, Möbel oder Elektronik kannst du online verkaufen, in Deutschland etwa auf Kleinanzeigen, Vinted oder eBay. In Österreich ist willhaben bekannt, in der Schweiz Ricardo und tutti.ch.
Ein freier Samstag bringt so oft mehr als ein Monat mit Apps, allerdings nur einmal. Für Alltagsgegenstände zahlst du in Deutschland außerdem keine Steuer.
Ab 30 Verkäufen oder 2.000 € im Jahr melden Plattformen Verkäufer allerdings ans Bundeszentralamt für Steuern. Eine solche Meldung heißt aber nicht, dass du Steuern zahlen musst. Anders ist es, wenn du Waren einkaufst, um sie weiterzuverkaufen, denn dann handelst du gewerblich.
Der Vorteil ist, dass du schnell Geld hast und kein Wissen brauchst, der Nachteil, dass es irgendwann nichts mehr zu verkaufen gibt. Das passt zu dir, wenn du Platz schaffen willst.
5. Zusätzlich Geld verdienen mit Vermieten
Was du nicht verkaufen willst, aber selten nutzt, kannst du vermieten. Das kann ein Zimmer, ein Stellplatz, dein Auto oder Werkzeug sein.
Ein Zimmer darfst du als Mieter:in aber nur mit Erlaubnis deines Vermieters untervermieten. In manchen Städten gelten zusätzlich Regeln für Ferienwohnungen.
Was du damit verdienst, hängt stark vom Ort und von der Nachfrage ab. Anders als beim Verkauf eigener Sachen musst du die Einnahmen in der Steuererklärung angeben. Für gelegentliches Vermieten eines Autos gilt in Deutschland immerhin eine Freigrenze von 256 € im Jahr.
Der Vorteil ist, dass vieles nach dem Start fast von allein läuft. Dafür kümmerst du dich um Absprachen, Versicherung und mögliche Schäden. Das passt zu dir, wenn du etwas hast, das andere oft brauchen.
6. Minijob: ein fester Nebenjob bis 603 € im Monat
Mehr als die bisherigen Wege bringt ein Minijob, also eine Anstellung mit Lohngrenze. Laut der Minijob-Zentrale darfst du 2026 im Schnitt bis 603 € im Monat verdienen, also bis 7.236 € im Jahr.
Neben einem Hauptjob bleibt ein Minijob ein Minijob und wird nicht mit deinem Gehalt zusammengerechnet. Jeder weitere Minijob dagegen schon.
Beim Mindestlohn von 13,90 € sind 603 € gut 43 Stunden im Monat. Steuern zahlst du darauf meist nicht, weil der Arbeitgeber eine Pauschalsteuer von 2 % übernimmt. In die Rentenversicherung zahlst du dagegen 3,6 % ein, davon kannst du dich aber befreien lassen.
Der Vorteil ist ein fester, planbarer Verdienst, der Nachteil sind feste Schichten. Das passt zu dir, wenn du jede Woche dieselben Stunden frei hast. Stellen findest du zum Beispiel in der Jobbörse der Arbeitsagentur.
7. Geld nebenher verdienen mit Saisonarbeit und Nachbarschaftshilfe
Wer keine festen Schichten will, findet auch Arbeit, die es nur zu bestimmten Zeiten gibt. Dazu gehören der Weihnachtsmarkt, die Ernte oder Messen. Auch Hilfe im Garten, beim Umzug oder beim Einkaufen für ältere Nachbarn ist gefragt.
Wirst du dafür angestellt, bekommst du mindestens den Mindestlohn. Hilfst du Nachbarn privat, macht ihr den Preis selbst aus, aber auch diese Einnahmen zählen zu deinem Einkommen.
Der Vorteil ist, dass du nur arbeitest, wenn du Zeit hast, der Nachteil, dass es keinen regelmäßigen Verdienst gibt. Das passt zu dir, wenn du gern draußen oder mit Menschen arbeitest.
8. Nebentätigkeit steuerfrei als Übungsleiter oder im Ehrenamt
Wenn du für einen gemeinnützigen Verein, eine Volkshochschule oder eine Kirche arbeitest, kann ein Teil deines Verdienstes steuerfrei bleiben. Das gilt etwa für Trainer:innen im Sportverein, Kursleitungen oder die Pflege von Menschen, solange die Tätigkeit nebenberuflich ist.
Seit 2026 sind so bis 3.300 € im Jahr steuerfrei, die sogenannte Übungsleiterpauschale.
Für andere Ehrenämter, zum Beispiel im Vorstand oder als Kassenwart, gilt die kleinere Ehrenamtspauschale von 960 € im Jahr. Beide stehen in § 3 Nr. 26 und 26a des Einkommensteuergesetzes.
Der Vorteil ist der hohe steuerfreie Betrag, der Nachteil, dass er nur für bestimmte Auftraggeber gilt. Das passt zu dir, wenn du ein Hobby hast, das du anderen beibringen kannst.
9. Nebenberuflich Geld verdienen mit deinen Fähigkeiten
Wenn du gut schreibst, übersetzt, gestaltest oder programmierst, kannst du Aufträge annehmen. Auch Nachhilfe für Erwachsene oder Coaching per Video ist möglich. Kunden findest du über Freelance-Plattformen, dein Netzwerk oder eine eigene Webseite.
Damit verdienst du am meisten von allen Wegen in diesem Artikel, aber nicht sofort. Es kostet Zeit, Kunden zu finden und Aufträge zuverlässig zu erledigen, und Plattformen behalten meist einen Teil deines Honorars. Wie aus einem kleinen Anfang mit der Zeit mehr werden kann, zeigt unser Artikel zum Geldverdienen ohne Startkapital.
Der Vorteil ist der höhere Verdienst, der Nachteil sind Anmeldung und Steuer, mehr dazu weiter unten. Das passt zu dir, wenn du mehrere Stunden pro Woche zuverlässig einplanen kannst.
Spiele-Apps, Apps zum Werbung schauen und Cashback haben wir hier bewusst weggelassen, weil sie meist sehr wenig bringen und manche Glücksspiel enthalten. Was davon seriös ist, prüfen wir in unserem Artikel zu Apps zum Geldverdienen.
Nebenbei Geld verdienen, online und offline: alle Wege im Vergleich
Die Tabelle fasst alle 9 Wege zusammen, damit du Zeitaufwand und Verdienst direkt vergleichen kannst.
| Weg | Zeitaufwand | Realistischer Verdienst | DE · AT · CH |
|---|---|---|---|
| Money SMS | keiner nach der Einrichtung | ein paar € im Monat | ja, nur Android |
| Umfragen, Nutzertests | Minuten bis 90 Min. | Cent bis einige € pro Aufgabe | je nach Anbieter |
| Mikrojobs | ein paar Stunden | 1 € bis mehrere 10 € pro Aufgabe | Anmeldung prüfen |
| Gebrauchtes verkaufen | ein paar Stunden | je nach Ware, einmalig | ja |
| Vermieten | wenig nach dem Start | je nach Ort | ja |
| Minijob | feste Schichten | bis 603 € im Monat | Regel nur in DE |
| Saisonarbeit, Nachbarschaft | einzelne Tage | mind. Mindestlohn bei Anstellung | ja |
| Übungsleiter, Ehrenamt | ein paar Stunden pro Woche | bis 3.300 € steuerfrei im Jahr | Regel nur in DE |
| Eigene Fähigkeiten | mehrere Stunden pro Woche | am meisten möglich | ja |
Die Angaben stammen von den Anbietern und aus offiziellen Quellen.
Darf ich nebenbei arbeiten? Arbeitgeber und Arbeitszeit
Bevor du startest, stellt sich die Frage, was dein Arbeitgeber dazu sagt. In Deutschland darfst du grundsätzlich nebenbei arbeiten. Verbieten kann dein Arbeitgeber einen Nebenjob nur, wenn dieser seine berechtigten Interessen verletzt, etwa durch Konkurrenz.
Worauf du trotzdem achten solltest, zeigen die folgenden vier Punkte. Sie sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.
Arbeitsvertrag. Ein Gesetz, das dich zur Meldung zwingt, gibt es für Angestellte in der Privatwirtschaft nicht. Viele Arbeitsverträge verlangen aber, dass du einen Nebenjob vorher anzeigst, und im öffentlichen Dienst ist die Anzeige Pflicht. Lies deshalb zuerst deinen Vertrag.
Keine Konkurrenz. Du darfst deinem Arbeitgeber keine Konkurrenz machen. Für kaufmännische Angestellte steht das ausdrücklich in § 60 des Handelsgesetzbuchs. Wer im Möbelhaus arbeitet, sollte also nicht nebenbei selbst Möbel verkaufen.
Arbeitszeit. Die Stunden aller Jobs werden zusammengerechnet, so steht es im Arbeitszeitgesetz. Erlaubt sind 8 Stunden pro Werktag oder bis zu 10 Stunden, wenn du im Schnitt von 6 Monaten bei 8 Stunden bleibst. Weil auch der Samstag zählt, sind das im Schnitt höchstens 48 Stunden pro Woche.
Urlaub. Auch im Urlaub darfst du nicht so arbeiten, dass es deiner Erholung schadet. Das regelt § 8 des Bundesurlaubsgesetzes. Ein paar Verkäufe auf Kleinanzeigen sind kein Problem, eine zweite Vollzeitwoche schon.
Apps, Umfragen oder der Verkauf gebrauchter Sachen sind dagegen meist kein Nebenjob im Sinne des Arbeitsvertrags. Wenn du unsicher bist, frag deine Personalabteilung oder den Betriebsrat.
Nebenverdienst steuerfrei: diese Grenzen gelten in Deutschland
Neben dem Arbeitgeber will auch das Finanzamt wissen, was du dazuverdienst. Ein steuerfreier Zuverdienst ist in Deutschland auf mehreren Wegen möglich, eine Grenze für alle Nebeneinkünfte gibt es aber nicht.
Wie viel du steuerfrei dazuverdienen kannst, hängt davon ab, womit du das Geld verdienst. Die Tabelle zeigt die Grenzen für 2026, darunter erklären wir die wichtigsten genauer.
| Regel | Betrag | Für wen |
|---|---|---|
| Härteausgleich | 410 € im Jahr | Angestellte mit Zuverdienst |
| Grundfreibetrag | 12.348 € im Jahr | gesamtes Einkommen |
| Minijob | 603 € im Monat | Minijob mit Pauschalsteuer |
| Übungsleiterpauschale | 3.300 € im Jahr | Trainer, Kursleitung, Pflege |
| Ehrenamtspauschale | 960 € im Jahr | andere Ehrenämter |
| Gelegentliche Leistungen | unter 256 € im Jahr | z. B. Auto vermieten |
| Private Verkäufe | unter 1.000 € Gewinn | Wertsachen, binnen eines Jahres verkauft |
| Aktivrente | 2.000 € im Monat | Angestellte ab Rentenalter |
Quelle: Einkommensteuergesetz (§§ 3, 22, 23, 32a, 46) und Minijob-Zentrale.
Die 410-€-Regel für Angestellte. Wenn du Lohn bekommst, bleiben andere Nebeneinkünfte bis 410 € im Jahr steuerfrei. Das steht in § 46 des Einkommensteuergesetzes und heißt Härteausgleich. Gemeint ist der Gewinn, also Einnahmen minus Kosten.
Darüber wird der steuerfreie Teil schrittweise kleiner, bis du ab 820 € alles versteuerst. Sobald du über 410 € liegst, musst du außerdem eine Steuererklärung abgeben.
Der Grundfreibetrag. Bis 12.348 € zu versteuerndes Einkommen im Jahr zahlst du 2026 keine Einkommensteuer. Der Betrag gilt aber für dein gesamtes Einkommen, und mit einem Vollzeitjob ist er meist schon durch dein Gehalt aufgebraucht.
Der Minijob. Zahlt dein Arbeitgeber wie oben beschrieben die Pauschalsteuer, bleibt der Lohn für dich steuerfrei. Er kann aber auch nach deiner Steuerklasse abrechnen, und neben einem Hauptjob wäre das Steuerklasse VI. Frag deshalb vorher nach, wie er abrechnet.
Für Rentner:innen. Seit 2026 gibt es die Aktivrente. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiter angestellt arbeitet, kann bis 2.000 € Lohn im Monat steuerfrei bekommen. Für Selbstständige gilt das nicht.
Anmelden oder nicht? Wenn du dich selbstständig machst, zum Beispiel mit deinen Fähigkeiten, musst du das dem Finanzamt melden. Für Texten, Übersetzen oder Unterrichten reicht dafür meist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Wer verkauft oder handelt, meldet dagegen ein Gewerbe an.
Bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr kannst du außerdem als Kleinunternehmer:in ohne Umsatzsteuer abrechnen.
Wie du deinen Nebenverdienst versteuerst, hängt also von der Art ab. Im Zweifel hilft dir das Finanzamt, ein Lohnsteuerhilfeverein oder eine Steuerberatung.
Österreich und Schweiz: was beim Nebenverdienst anders ist
Wenn du in Österreich oder der Schweiz lebst, gelten die deutschen Grenzen nicht. Hier stehen die wichtigsten Unterschiede, die Details erklären wir in eigenen Artikeln.
Österreich. Wie in Deutschland gibt es für Angestellte einen Freibetrag, er ist aber höher. Laut oesterreich.gv.at bleiben andere Einkünfte bis 730 € im Jahr steuerfrei.
Darüber musst du eine Steuererklärung abgeben, und der Freibetrag sinkt bis 1.460 € auf null. Statt eines Minijobs gibt es in Österreich den geringfügigen Job, der 2026 bis 551,10 € im Monat bringen darf.
Wie in Deutschland musst du einen Nebenjob nur melden, wenn dein Vertrag das verlangt, die Arbeiterkammer rät aber, deinen Arbeitgeber trotzdem vorher zu informieren. Und auch hier zählen die Stunden aller Jobs zusammen.
Was für Steuer, Sozialversicherung und AMS gilt, liest du in unserem Artikel zu Österreich.
Schweiz. Ein Nebenerwerb ist erlaubt, solange du deine Treuepflicht nicht verletzt. Laut dem SECO heißt das, du machst deinem Arbeitgeber keine Konkurrenz, schadest seinem Ruf nicht, und dein Hauptjob leidet nicht.
Bei der Steuer ist die Schweiz strenger als Deutschland und Österreich. Steuerfrei ist ein Nebenverdienst dort grundsätzlich nicht, auch kleine Beträge musst du angeben.
Der Verkauf eigener gebrauchter Sachen bleibt aber wie in Deutschland steuerfrei. Eine Erleichterung gibt es auch bei der AHV, denn auf Löhne bis CHF 2.500 im Jahr pro Arbeitgeber werden nur auf deinen Wunsch Beiträge erhoben.
Wenn du in der Schweiz oder in Liechtenstein mit Apps verdienst, achte außerdem auf die Auszahlung. Viele Apps zahlen in Euro auf PayPal aus und nicht per TWINT, auch Money SMS. Alles Weitere zur Schweiz liest du in unserem Artikel zur Schweiz.
Wie viel ist realistisch, und was ist seriös?
Neben einem Vollzeitjob ist ein Zusatzeinkommen von einigen Dutzend Euro im Monat realistisch, wenn du Apps, Umfragen und Verkäufe kombinierst. Ein Minijob bringt bis 603 € im Monat, kostet aber rund 43 Stunden.
Wer ein größeres Nebeneinkommen aufbauen will, braucht eine Fähigkeit, für die andere bezahlen, und regelmäßig mehrere Stunden pro Woche. Plane dabei so, dass alle Jobs zusammen unter den 48 Stunden pro Woche liegen und dir genug Zeit für Schlaf, Familie und Freizeit bleibt.
Ob ein Nebenverdienst online seriös ist, erkennst du an einem einfachen Zeichen. Seriöse Anbieter verlangen nie Geld von dir, bevor du etwas verdienst.
Vorsicht gilt auch bei Versprechen von 100 € am Tag ohne Vorkenntnisse, denn so viel ist nur mit einer gefragten Fähigkeit und viel Zeit möglich.
Besonders viele Fallen gibt es bei Angeboten für Heimarbeit. Welche Maschen es gibt und wie du dich schützt, liest du in unserem Artikel zum Geldverdienen von zu Hause.
Alle Angaben, Bedingungen und Beträge in diesem Artikel haben wir am 19. Oktober 2026 geprüft.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich nebenbei verdienen, ohne Steuern zu zahlen?
Als Angestellte:r in Deutschland bleiben Nebeneinkünfte ohne Lohnsteuerabzug bis 410 € im Jahr steuerfrei. Ein Minijob bis 603 € im Monat ist meist pauschal versteuert, und für Übungsleiter gelten 3.300 € im Jahr. In Österreich liegt die Grenze bei 730 € im Jahr, in der Schweiz gibt es keine.
Wieviel darf ich dazuverdienen bei Vollzeit?
Eine feste Grenze für das Geld gibt es nicht, aber eine für die Zeit. Alle Jobs zusammen dürfen im Schnitt 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Für die Steuer gelten die Grenzen oben. Der erste Minijob bis 603 € im Monat wird nicht mit deinem Gehalt zusammengerechnet.
Wieviel darf ich nebenbei verdienen ohne Anmeldung?
Für den Verkauf eigener gebrauchter Sachen brauchst du keine Anmeldung. Einen Minijob meldet dein Arbeitgeber an. Wenn du selbstständig etwas verdienst, musst du das Finanzamt informieren, auch bei kleinen Beträgen. Die Einnahmen gibst du in der Steuererklärung an.
Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, dass ich nebenbei Geld verdiene?
In Deutschland nur, wenn dein Arbeitsvertrag das verlangt oder du im öffentlichen Dienst arbeitest. In Österreich gilt das Gleiche, die Arbeiterkammer rät aber zur Information. In der Schweiz darfst du deine Treuepflicht nicht verletzen. Konkurrenz zum Arbeitgeber ist überall tabu.
Kann man nebenbei 100 € am Tag verdienen?
Mit Apps, Umfragen oder Mikrojobs ist das nicht realistisch. Dort kommen meist ein paar Euro bis einige Dutzend Euro im Monat zusammen. Höhere Beträge sind nur mit einer gefragten Fähigkeit und viel Zeit möglich. Angebote, die 100 € am Tag ohne Aufwand versprechen, sind meist unseriös.


